Podium Junge Künstler PDF Drucken E-Mail

Preisträger von „Jugend musiziert“ auf Schloss Henfenfeld

Ein Konzert mit den „Stars von Morgen“

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Beim ersten Konzert der Reihe „Podium Junge Künstler“ auf Schloss Henfenfeld zeigten Preisträger von „Jugend musiziert“ und Nachwuchskünstler der Opernakademie ihr Können.

Dagmar Groth, die Vorsitzende des „Fördervereins zur Unterstützung musikalischer Jugendlicher“ stellte die jungen Talente vor, die zumeist ohne Notenblatt auskamen.

Mit dem Presto von Jacques Aubert eröffnete die junge Violinistin Thao-Lin Le das Konzert. Begleitet wurde sie von ihrer Schwester Thao-My Le am Flügel. Die achtjährige zeigte auch bei der Ping-Pong-Etüde von Dmitri Kabalewski sauberes und sicheres Violinspiel.

Eva Schötz ist die jüngste Schülerin der Opernakademie. Bei ihrem ersten Soloauftritt besang die Neunjährige sehr schön das „Traute Heim“ aus dem Dschungelbuch und „Ich hab‘ ihn im Traum geseh‘n“ aus Aschenputtel.

Seit vielen Jahren ist Theo Knodt bereits im Kinderchor aktiv, auch auf Schloss Henfenfeld trat er schon mehrmals auf. Er zeigte bei „Die Schöne und das Biest“ eine erstaunliche Sicherheit im Auftritt. Sehr lebhaft besang er „Ein Wunder der Schöpfung ist Tigger“, aus Winnie Puuh, der Bär.

Als Hörgenuss entpuppte sich der zehnjährige Florian Gaede mit seinem Cello. Seine Mutter Xuesu begleitete ihn am Klavier, als er vorzüglich ein Allegro von J. L. Duport anbot.

Dass er das Klavier beherrscht, bewies Lukas Phan (13). Er spielte den 1. Satz aus Haydns Sonate in C-Dur. Ein richtiges Wettbewerbsstück ist „die Fische“ von George Crumb. Mit schnellen Läufen und der wechselnden Dynamik hatte der Pianist keinerlei Probleme.

Aus der Sonate op. 2 in f-Moll von Beethoven bot Antonio Polic (13) die Sätze Allegro und Adagio an. Der hörenswerte Vortrag offenbarte die große musikalische Reife des jungen Pianisten.

Nach ihm präsentierte Markus Schirmer (13) am Flügel den „Taurus“ von Crumb. Die ungestüme Weise ließ den Saal erbeben. Imposant danach das Spiel bei Chopins Etüde in c-moll, op. 25, Nr. 12. Für die bravouröse Darbietung wurde er mit tosendem Beifall belohnt.

Viele Preise hat schon Wassili Zampouridis (15) „abgeräumt“. Den Zuhörern wurde dies verständlich, als er Chopins Barcarole op. 60 in Fis-Dur auf dem Klavier spielte. Er beherrscht die 88 Tasten vollkommen, vom Pianissimo bis zum Forte fortissimo. Bravo-Rufe gab es für seinen Auftritt.

In die Barockzeit von Bach entführte Juliane Margolf (17) mit dem Präludium und Fuge in F-Dur aus dem Wohltemperierten Klavier Band 2. Die musikalische Stimmung jener Zeit, mit vielen Schnörkeleien brachte die Gymnasiastin hervorragend zu Gehör.

Fünfzehn Jahre ist er erst, aber schon Konzertmeister im Nürnberger Jugendorchester, der Violinist Julian Blumenthaler. Auch sein Beitrag stammte von J. S. Bach, die Partita Nr. 3 in E-Dur. Für sein Spiel mit großer Ausdruckskraft erntete er großen Beifall vom Publikum.

Auch Nadine Strizelberger spielte ein Bach-Werk, das Präludium und die Fuge G-Dur. Virtuos war schon der Vortrag des Barockstückes, auch bei den Traumbildern von Crumb eine überragende Leistung. Aus bizarren Motiven wachsen Melodielinien mit wohltönenden Harmonien, das Publikum war begeistert.

Ein eingespieltes Du, sind Lukas Beier mit seiner Klarinette und Jun-Young Park am Klavier, beide 15 Jahre alt. Fantastische Klänge durchfluteten den Saal bei den Fantasiestücken op. 42 von Niels Wilhelm Gade. Das Spiel war der glanzvolle Schlusspunkt des Konzerts, für das es Bravo-Rufe und langanhaltenden Beifall gab.

Johann Dechant

Foto: J. Dechant


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